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Wie lässt sich der gestörte Herzrhythmus behandeln?

Foto von Paar

Bei schlägt das Herz unregelmäßig und zu schnell. Bei manchen Menschen reicht es, den schnellen Herzschlag mit Medikamenten zu bremsen. Es kann aber auch sinnvoll sein, das Herz wieder in einen gleichmäßigen Rhythmus zu bringen.

Bei ist der Herzrhythmus zweifach gestört: Weil die Vorhöfe unkontrolliert schlagen („flimmern“), gelangen in unterschiedlichen Abständen Erregungsimpulse in die Herzkammern. Die Kammern können sich deshalb nicht rhythmisch zusammenziehen und das Herz schlägt unregelmäßig. Außerdem kommen pro Minute meist deutlich mehr Impulse in den Kammern an als bei normalem Herzrhythmus. Das Herz schlägt dann zusätzlich zu schnell.

Das kann zu Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel und Schwäche führen und langfristig das Herz belasten. Die Symptome lassen sich beseitigen, indem der Herzrhythmus normalisiert wird. Weil er auf zwei Arten gestört ist, kommen auch zwei Behandlungsansätze infrage:

  • Frequenzkontrolle – der Herzschlag wird gebremst: Bei manchen Menschen kann es genügen, den Herzschlag mit Medikamenten zu verlangsamen. Geeignete Wirkstoffe sind zum Beispiel . Das Herz schlägt dann zwar weiter unregelmäßig, aber nicht mehr so schnell.
  • Rhythmuskontrolle – das Herz schlägt wieder gleichmäßig: Das Flimmern in den Vorhöfen wird beendet. Das Herz schlägt wieder in seinem normalen Rhythmus (Sinusrhythmus) und damit auch langsamer. Dieses Zurückbringen in den Sinusrhythmus wird Kardioversion genannt. Sie lässt sich mithilfe eines elektrischen Stromimpulses (Elektrokardioversion) erreichen, aber auch mit Medikamenten, sogenannten Antiarrhythmika. Um zu verhindern, dass das danach erneut auftritt, gibt es mehrere Möglichkeiten, unter anderem einen Eingriff am Herzen: die sogenannte Katheterablation.
Grafik: Möglichkeiten, den Herzrhythmus bei Vorhofflimmern zu beeinflussen

Frequenzkontrolle oder Rhythmuskontrolle?

Was hilft bei der Entscheidung?

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Aktualisiert am 04. Oktober 2022

Nächste geplante Aktualisierung: 2025

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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