Einleitung
Erdafitinib (Handelsname Balversa) ist seit August 2024 für vorbehandelte Erwachsene mit fortgeschrittenem Blasenkrebs, der nicht mehr operiert werden kann oder Metastasen gebildet hat, zugelassen. Infrage kommt der Wirkstoff bei bestimmten genetischen Veränderungen.
Urothel ist die Bezeichnung der Schleimhaut, die die Harnwege auskleidet. Dazu gehören Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und der obere Teil der Harnröhre. Urothelkrebs entsteht meist in der Blase (Blasenkarzinom).
Erste Symptome sind meist schmerzlose Blutungen der Blasenschleimhaut, die den Urin bräunlich verfärben. Auch vermehrter Harndrang kann auftreten. Bei fortgeschrittenem Urothel- und Blasenkrebs kann es zu Unterleibs- oder Nierenschmerzen, vergrößerten Lymphknoten oder Knochenschmerzen kommen. Männer erkranken häufiger als Frauen.
Ein Krebs kann durch genetische Veränderungen ausgelöst werden. Erdafitinib wird bei Personen mit genetischen Veränderungen des sogenannten Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-3 (FGFR3) eingesetzt, die zuvor mit einer speziellen Immuntherapie (PD-1- oder PD-L1-Inhibitor) behandelt wurden.
Erdafitinib soll den FGFR3 blockieren und ein Fortschreiten des Tumors verhindern.