C-reaktives Protein (CRP)

  • Das C-reaktive Protein wird vom Körper bei Entzündungen gebildet.
  • Es ist für die Immunabwehr wichtig.
  • Ein erhöhter Wert zeigt allgemein eine im Körper an.

Was ist das C-reaktive Protein?

Das C-reaktive Protein – häufig als CRP abgekürzt – ist ein Bluteiweiß, das bei einer gebildet wird. Es gehört zum körpereigenen Immunsystem und hilft, abgestorbene Zellen und schädliches Zellmaterial zu beseitigen. Außerdem kann es sich an Krankheitserreger heften und diese für das markieren. Auf diese Weise können Erreger bekämpft werden.

Warum wird das C-reaktive Protein bestimmt?

Der CRP-Wert kann helfen, eine Entzündung im Körper festzustellen.

Anhand der CRP-Werte kann die Ärztin oder der Arzt außerdem einschätzen, wie stark die ist und – bei wiederholten Messungen – wie sie sich entwickelt. Die Werte können auch herangezogen werden, um zu prüfen, ob entzündungshemmende Medikamente wirken. Sie können auch einen Hinweis darauf geben, ob oder Viren die ausgelöst haben. Zusätzlich kann der Wert auch interessant sein, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einen abzuschätzen.

Um den CRP-Wert zu bestimmen, nimmt die Ärztin oder der Arzt etwas Blut ab, in der Regel aus der Armvene.

Was ist der Referenzbereich?

Die Referenzbereiche können sich von Labor zu Labor unterscheiden, da verschiedene Testverfahren eingesetzt werden. Daher gibt jedes Labor in seinem Bericht eigene Referenzbereiche an. Als Orientierung können folgende Werte dienen:

  Milligramm pro Liter Blut (mg/l) Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl)
Frauen über 18 Jahre ≤ 5 ≤ 0,5
Männer über 18 Jahre ≤ 5 ≤ 0,5

Der CRP-Wert hängt auch vom Alter und Körpergewicht ab. Außerdem wird er durch Rauchen und die Einnahme von Hormon-Präparaten beeinflusst.

Wichtig ist:

Von einem Laborwert allein lässt sich meist nicht auf eine Krankheit schließen. Erst im Zusammenhang mit anderen Werten, Symptomen und Untersuchungen ergibt sich ein klares Bild. Zudem haben auch gesunde Menschen manchmal Werte außerhalb des Referenzbereichs. Bevor man sich bei einer Abweichung Sorgen macht, sollte man die auffälligen Werte daher stets mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen.

Was bedeuten erniedrigte Werte?

Erniedrigte Werte haben keine diagnostische Bedeutung. Eine bedeutsame ist unwahrscheinlich.

Was kann ich bei erniedrigten Werten tun?

Erniedrigte Werte sind ein gutes Zeichen und haben keine diagnostische Bedeutung.

Was bedeuten erhöhte Werte?

Erhöhte CRP-Werte weisen auf eine im Körper hin. Vereinfacht lässt sich sagen: Je höher die Werte sind, desto stärker ist die . Eine bakterielle führt gewöhnlich zu einem besonders hohen Anstieg, während die Werte bei einer mit Viren niedriger bleiben.

Leicht erhöhte CRP-Werte sind gewöhnlich harmlos. Wenn sie dauerhaft erhöht sind, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einen steigen.

Mögliche Ursachen

Entzündungen oder erhöhte CRP-Werte können verschiedene Ursachen haben.

Eine davon ist eine mit Krankheitserregern wie , Viren oder Pilzen.

Erhöhte CRP-Werte können auch bei chronischen oder entzündlichen Erkrankungen messbar sein, beispielsweise bei rheumatoider Arthritis oder . Auch nach einem oder bei Krebs können erhöhte Werte auftreten.

Bei Verbrennungen, nach einer Operation oder einem Unfall wird Körpergewebe verletzt. Hier kann der Körper ebenfalls mit einer und einem Anstieg des CRP-Werts reagieren. Auch starkes Rauchen schädigt das Gewebe und kann deshalb zu leicht erhöhten CRP-Werten führen. Das gilt übrigens auch für anstrengende körperliche Leistungen: Nach einem Marathon etwa steigt der CRP-Wert durch Muskelschädigungen für eine Weile an und normalisiert sich innerhalb weniger Tage wieder.

Auch hormonelle Verhütungsmittel können zu leicht erhöhten CRP-Werten führen.

Was kann ich bei erhöhten Werten tun?

Erhöhte CRP-Werte werden am besten ärztlich abgeklärt. Weitere Untersuchungen können zeigen, woher die kommt. Das hilft bei der Entscheidung, ob und wie man die oder eine zugrunde liegende Krankheit behandelt.

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Aktualisiert am 20. März 2025

Nächste geplante Aktualisierung: 2028

Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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